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Zahnlücke schließen

Ist ein Zahn verloren gegangen, entsteht die Frage, ob diese Lücke geschlossen werden muss oder nicht? Patienten meinen öfters: "Ich kann doch auch mit Lücke gut beissen!". Leider ist dieses Empfinden falsch. Durch den fehlenden Zahn wird die Nahrung nicht so zerkleinert wie sich der Magen es sich wünscht. Desto mehr Zahnlücken unversorgt sind, desto mehr Arbeit muss der Magen verrichten. Dies führt zu einer Überbelastung des Magens.

 

Zudem kippen die Nachbarzähne der Zahnlücke in die entstandene Lücke hinein. Ähnlich der Situation, wenn Sie ein Buch einem Bücherregal entnehmen und die Bücher links und rechts der Lücke in diese hineinkippen. Da die Nachbarzähne in die Lücke kippen, entsteht eine andere Kontaktfläche zum Gegenkiefer. Es kommt zu falschen Kontaktpunkten und Ihre Kaufunktion wird gestört. Als Patient merken Sie das Kippen der Zähne nicht direkt, aber über einen längeren Zeitraum wird es sichtbar.

Nicht zur die Nachbarzähne kippen in die Lücke, sondern auch die Zähne im Gegenkiefer verändern sich. Zähne bleiben nur in ihrem Zahnfach, wenn sie beim Beissen auf ihren Gegenzahn stossen. Fehlt dieser Gegenzahn und somit der Stop beim Zubeissen, wird (speziell bei einer Lücke im Unterkiefer) der Zahn im Oberkiefer immer länger. Der Zahn wächst aus seinem Zahnfach heraus. Der Zahn wird empfindlicher für Heiss/Kalt, da ihm die notwendige Isolierung durch das Zahnfleisch fehlt. Ein "Zurückdrücken" des Zahnes ist nur in ganz seltenen Fällen durch eine sehr zeitaufwendige und kostenintensive Behandlung möglich. Die Zähne des Ober- und Unterkiefer greifen wie ein Reissverschluß ineinander. Ist eine Zacke des Reissverschlusses defekt, funktioniert dieser noch, aber an der Missstelle hakt es immer bis der Reissverschluß irgendwann nicht mehr funktioniert. So ergeht es auch Ihrem Kiefergelenk. Der Fehler beim Zubeissen kann Ihr Kiefergelenk über einen längeren Zeitraum, ähnlich eines Stossdämpfers beim Auto, ausgleichen. Doch ist Ihr Kiefergelenk irgendwann defekt, ist es nicht möglich, diesen Defekt zu beheben - ein künstliches Kiefergelenk gibt es noch nicht. Ist das Kiefergelenk geschädigt, kann diese Schädigung u. a. Migräne, Haltungsschäden etc. auslösen.

Das Kippen und Elongieren ("Herauswachsen") hat zudem zur Folge, dass die Zahnzwischenräume größer werden und somit für Kariesbakterien mehr "Lebensraum" bieten. Das Risiko einer Zahnzwischenraumkaries erhöht sich drastisch. Auch setzen sich in diese Zwischenräume schneller Speisereste.

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