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Mineralisationsstörung "MIH" (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, Kreidezähne)

MilchzähneDer Zahnschmelz ist es, der unsere Zähne vor chemischen und bakteriellen Angriffen schützt. Seine Bildung kann jedoch gestört sein. Eine der am weit verbreitetsten Schmelzbildungsstörung ist die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), die ungefähr 20% der Deutschen betrifft (MIH im Volksmund auch Kreidezähne genannt). Wie es zu dieser Störung der Schmelzbildung kommt, ist bislang nicht hinreichend geklärt. Von ihr betroffen sind zumeist die hinteren Backenzähne des Milchgebisses, die hinteren bleibenden Backenzähne und die bleibenden mittleren Schneidezähne. Grundsätzlich kann jedoch jeder Zahn von dieser Mineralisationsstörung betroffen sein.

Wie man heute weiß, ist bei dem veränderten Zahnschmelz der Gehalt an Kalzium und Phosphat erniedrigt. Dies setzt neben seiner mechanischen Belastbarkeit zugleich seine Widerstandsfähigkeit gegen Kariesbildung herab. Die betroffenen Zähne reagieren zudem oft schmerzhaft empfindlich auf Hitze und Kälte. Aus Angst vor Schmerzen werden sie daher nicht selten bei der Zahnpflege vernachlässigt.

Behandlungsmaßnahmen

Um dem erhöhten Kariesrisiko zu begegnen, können regelmäßig flouridhaltige Lacke aufgetragen werden. Erwachsenen- oder Jugendzahnpasta mit 1000 bis 1500 ppm Flouridanteil hat sich ebenfalls als hilfreich erwiesen. Betroffene Zähne sollten versiegelt werden, solange sie noch kariesfrei sind. Bei kleineren Löchern helfen Kunststofffüllungen während stark betroffene Zähne spezielle Kinderkronen benötigen.

Zur Vermeidung weiterer Schäden, erfordert es zudem ein engmaschiges Netz aus Kontrolle und Prophylaxe. Die dazu notwendigen Sitzungen sollten alle 3 Monate durchgeführt werden. Zur Prophylaxe (Vorbeugung) gehören die regelmäßige professionelle Zahnreinigung, die „Putzschule" und die Anwendung spezieller Flouridpräparate.

weiterer Beitrag von "W wie Wissen" über MIH: Film ab!